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Gespräch und Diskussion

Sozialpartner Amazon?!

Wie sollen Gewerkschaften mit mitbestimmungsfernen
Unternehmen umgehen?

27. Mai 2014, Museum für Kommunikation
 

Bis zu 25 km am Tag zu Fuß, jeder Schritt getaktet, jeder Handgriff überwacht. Wer nicht schnell genug ist, wird zum „Feedback-Gespräch“ zitiert. Grund genug für die Gewerkschaft ver.di, ein Organizing-Projekt bei Amazon in Bad Hersfeld aufzulegen. Überraschend die erste Reaktion des Unternehmens: ver.di-Sekretär Heiner Reimann beschreibt das Management als „freundlich, amerikanisch, unverbindlich“. Amazon öffnet dem Gewerkschafter die Türen.

Nach Konflikten um Leiharbeit und Tarifvertrag droht ver.di Anfang 2013 mit Streik. Passt Mitbestimmung bei aller vordergründigen Freundlichkeit doch nicht ins Konzept Amazon? Oder hat das Organizing-Projekt Konflikte und Fronten geschaffen? Was ist der richtige Umgang mit Unternehmen, denen Sozialpartnerschaft fremd ist? Wie können sich hier Betriebsräte behaupten?

Wir diskutierten mit den Gewerkschaftspraktikern Heiner Reimann (ver.di), Dr. Sören Niemann-Findeisen (IG Metall) und Lars Dieckmann (IG BAU) vor dem Hintergrund einer Sozialpartnerschaft im Umbruch. Erste Erfahrungen mit neuen gewerkschaftlichen Strategien unter dem Stichwort Organizing wurden dargestellt.
 
Die Veranstaltung fand am 27. Mai 2014 im Frankfurter Museum für Kommunikation statt.

boersenblatt.net berichtete am 28.05. 2014 über die Veranstaltung unter dem Titel: „Gewerkschafter diskutieren in Frankfurt über Strategien – Amazon soll sich der Sozialpartnerschaft stellen.“

Das Buch zum Thema:
Detlef Wetzel (Hrsg.), ORGANIZING: Die Veränderung der gewerkschaftlichen Praxis durch das Prinzip Beteiligung